Der BAHRcode für gesellschaftliche Anerkennung
MAX BAHR erklärt die Mauern auf dem Deutschland's Skateboarding steht als solide.
Wer in diesen Tagen dem alltäglich Drang in den Bunker von MAX BAHR in der Gutenbergstraße folgt, kann nebenbei Zeuge einer Wechselkwirkung einer sonst eher konservativen deutschen Baustoffzunft werden. Denn hier gibt es seit Kurzem neben der Gartenhüttenaustellung im Eingangsbereich eine Werbung zu beobachten. In Mitten des Bestrebens elegant gemeißelte Steine für Gartenmauern o.ä. zu verkaufen, lässt sich nämlich ein äußerst freundliches Statement finden. Denn auf dem dazugehörigem Werbeplakat für eine fertigen Ausführung dieses Produktes, beglückt man den Kunden hier mit einem kommentarlos ruhenden Skateboard.
Zudem bleibt es zu erwähnen, dass es nicht wie üblich ein Karstadt Board mit riesen Adler oder US Flagge und Plastikstopper am Tail ist, sondern Etwas das man tatsächlich als "Skateboard" verstehen darf. Der eigentliche Genuss besteht letzlich aber darin, dass sich dort nicht wie sonst ein sportlicher Sunnyboy mit Milchbart oder EC Karte in der Hand befindet, der für Müllermilch, die Sparkasse oder irgendeine Versicherung wirbt und zuvälligerweise ein Skateboard unter dem Arm hat um seine Coolnis zu untermalen. Nein das Skateboard ist Programm.
Das ist deshalb so charmant, weil es einem das Gefühl vermittelt, dass es etwas vollkommen Normales ist, dass an einer genormten deutschen Mauer eben ein Skateboar zu lehnen hat. Gut zu wissen, dass man dieses Ziel erreicht hat.
Kaschinski
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